Renata Jaworska

Renata Jaworska, Karten und Gebiete,

Die Ausstellung von Renata Jaworska:
„Les cartes et les territoires“ (Nach dem Roman von Michel Houellebecq)

„Karten und Gebiete“ in der Galerie 58 in Radom ist ihre zweite Einzelausstellung in Polen – nach der Ausstellung in der Rumänischen Botschaft in Warschau im Jahr 2008. Renata Jaworska absolvierte 2006 Freie Kunst / Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschülerin von bekanntesten deutschen Künstler: Jörg Immendorff.

Die Künstlerin präsentierte ihre Werke bereits in Deutschland, Frankreich, USA, England und Italien. In den Jahren 2007-2008 war sie Stipendiatin der Stiftung: „Lepsien Art Foundation“ mit Sitz in Düsseldorf-Abu Dhabi-Luxemburg. Sie nahm teil an mehreren Programmen: Artist-In-Residence sowohl Deutschland, als auch in den Vereinigten Staaten. Sie hat während ihres Aufenthaltes in Großbritannien das Videoprojekt: „119-minute-circle. The international congress at the Whitechapel Gallery in London“ durchgeführt.

In der „Galerie 58“ in Radom/Polen zeigt sie eine Reihe von Arbeiten die spezial für diese Ausstellung geschaffen wurden.
Die Künstlerin untersuchte die Thematik des Schalls und sie suchte nach Antworten über die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Gebiet, der Religion oder einer Gesellschaft.
Der Ausgangspunkt für die neue Arbeiten war die Glocke, die ihr Urgroßvater Jan Skrzypczak der Garnisonskirche von Sw.Stanislaw in Radom gespendet hat.

„…….Eine topografische Karte bzw. Landkarte bildet Geländeformen (Topografie) und andere sichtbare Details der Erdoberfläche ab. Als solches dient sie zur Veranschaulichung von topografischen Gegebenheiten und zuweilen auch der Orientierung. Ein Gebiet unterscheidet sich von einer Karte, als dass es ihr Subjekt ist. Die Karte ist es, die das Gebiet erfasst, ohne allerdings sein Wesen zu enthüllen. Denn mit dem Gebiet geht ein Rechtsanspruch einher, der sich nur offenbart, wenn man zur deutschen Sprachwurzel zurückkehrt. Gebiet leitet sich vom Wort gebieten ab und beschreibt einen Raum, über den sich die erlassenen Gebote erstrecken. Dahinter verbirgt sich die Territorialgewalt, ein sprachliches Konzept, welches im französischen Originaltitel des neuen Romans von Michel Houellebecq La carte et le territoire um einiges deutlicher wird….“ Text von Thomas Hummitzsch über Michel Houlbeqs Buch: „Karte und Gebiet“